In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Frauen in technischen Studiengängen und Ingenieurberufen zwar kontinuierlich erhöht, dennoch sind sie in vielen Bereichen nach wie vor unterrepräsentiert. Laut aktuellen Statistiken liegt der Anteil von Studentinnen in den Ingenieurwissenschaften in Deutschland bei rund 25 Prozent – mit deutlichen Unterschieden je nach Fachrichtung. Während in Bereichen wie Umwelt- und Bauingenieurwesen ein vergleichsweise hoher Frauenanteil zu verzeichnen ist, bleiben Disziplinen wie Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik stark männlich geprägt.
Auch im Berufsleben setzt sich dieses Bild fort: Frauen sind zwar zunehmend in Ingenieurpositionen anzutreffen, doch in Führungsfunktionen oder bei der Besetzung von Spitzenpositionen sind sie nach wie vor unterrepräsentiert. Hinzu kommen spezifische Herausforderungen wie fehlende weibliche Vorbilder, geringere Sichtbarkeit in Netzwerken oder stereotype Rollenbilder, die den Karriereweg erschweren können.
Gleichzeitig gibt es positive Entwicklungen: Immer mehr Unternehmen setzen gezielt auf Programme zur Förderung von Frauen im MINT-Bereich, schaffen familienfreundliche Arbeitsmodelle und unterstützen die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Damit wächst die Chance, dass Frauen ihre Kompetenzen voll einbringen und das Ingenieurwesen aktiv mitgestalten können.